Selbstliebe

Selbstliebe und warum du dich nicht vor den Spiegel stellen und dir dabei sagen sollst – Ich liebe mich.

Mag ja sein, dass dies manchen Menschen hilft, also bei mir war das nicht der Fall. Wenn man gerade oder generell ein sehr geringes Selbstwertgefühl hat, so kann man sich das 1000 Mal am Tag vorsagen und sich dabei noch so oft tief in die Augen sehen. Hier hilft viel nicht viel. Es kann sogar ins Gegenteil umschlagen. Wie bitte? Warum?

Weil man sich das erstens nicht glaubt, vor allem, wenn man sich gerade in einer akuten oder extra schweren Phase oder Situation befindet. Es wird als eine Art Selbstlüge angesehen und das weiß man auch – damit kann man selbst sein Unterbewusstsein nicht überlisten.

Und zweitens kann es sich genau aus diesem Grund ins Gegenteil kehren. Gedanken können aufkommen, die besagen – jaja, genau – ich liebe mich, ich und wer noch? Sonst ja wohl niemand,..niemand liebt mich – warum soll man mich auch lieben – ich kann nichts, ich bin nichts, ich bin nicht liebenswert usw.

Hattest du auch schon mal solche Gedanken? Und mit dieser Spiegelübung, welche übrigens weltweit von Millionen Menschen für andere Millionen von Menschen vorgeschlagen wird, kann man diesen negativen Effekt verstärken, oft sogar extra hervorrufen. Kann weg. Braucht kein Mensch.

Wenn man allerdings von Haus aus ein starkes Selbstbewusstsein, ein kräftiges Selbstvertrauen und ein hohes Selbstwertgefühl hat, und nur mal einen schlechten Tag hatte, kann diese Übung allerdings sehr wohl hilfreich sein.

Liebst du dich selbst? Eine gute Frage. Stelle sie dir doch mal. Jetzt! Liebst du dich?

Ich finde ja, dass dies ein großes Wort ist. Was heißt schon Liebe? Setzen wir die Latte doch ein wenig niedriger. Sie ist deswegen nicht weniger wert, dennoch ist die Hemmschwelle, um es in Worte zu fassen, etwas geringer.

Magst du dich?

Oder ich frage am besten anders. Was magst du an dir? Hole dir nun bitte Stift und Block oder öffne eine neue Datei und schreibe auf, was du an dir magst. Gib dabei alles an, was dir zu dir an positiven Seiten auffällt.

Was magst du an dir?

Was kannst du gut?

Was machst du gerne?

Was liebst du?

Das müssen nun auch nicht unbedingt große, weltbewegende Dinge sein – z.B. Ich bin pünktlich. Ich kann gut kochen. Ich mag meine Haare. ..

Vergiß dabei aber auch nicht an Dinge zu denken, die dir selbstverständlich erscheinen. Z.B: Ich bin immer für meine Kinder da. Ich helfe der Nachbarin beim Einkauf. Ich höre der Schwester zu, wenn sie Probleme hat.

Sollte dir partout nichts einfallen – frage einen Menschen, der dich gut kennt und bitte ihn, dir zu sagen, was ihm an dir gut gefällt, was diese Person an dir mag.

Ist der Anfang mal gemacht, wirst du sehen, wie rasch die Liste wächst. Du wirst mehr und mehr Punkte finden, die du an dir magst. Kein Punkt ist zu groß, kein Punkt ist zu klein.

Gefällt es dir hier bei mir – bleib doch noch etwas – ich weiß, du bist ein wunderbarer Mensch und werde dir das auch öfter sagen – ich weiß, dass du ein liebenswerter Mensch bist und du weißt es bald auch.

11 Gedanken zu “Selbstliebe

    • Danke für den Kommi. Kommt mir bekannt vor – als ich gefragt wurde – liebst du dich selbst? – geriet ich ins Stottern (und das kommt so gut wie nie vor 😉 ) – ich hatte mir dazu zuvor noch nie Gedanken darüber gemacht. Konnte die Frage so nicht beantworten und für viele Menschen ist das Nachdenken und die Übungen dazu, dass man sich selbst mag – eine lebenslange Aufgabe. Doch es hilft und es wird mit jedem einzelnen Mal besser und besser. Glg Myriala

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